Den Zu- und Ablauf von Druckluft in Ihrem pneumatischen System können Sie mit Hilfe von Stromventilen regulieren. Zu dieser Ventilgruppe gehören das Drosselventil, das Drosselrückschlagventil, das Schnellentlüftungsventil sowie das Logikventil.

Drosselventil

Bei einem Drosselventil wird der Drosselquerschnitt über eine Einstellschraube je nach Anforderung vergrößert oder verkleinert. Der Volumenstrom steigt an bzw. fällt ab. Bei einem Drosselventil kann die Druckluft jedoch in beide Richtungen strömen. Klassische Anwendung ist die Einstellung der Bewegungsgeschwindigkeit des Kolbens bei einem Pneumatik-Zylinder.

  • Drosselrückschlag-Funktion; Abluft-Drossel-Funktion; Zuluft-Drossel-Funktion
  • Steckanschluss 3 bis 14 mm
  • Anschlussgrößen M 5 bis G 1/2
Schnellentlüftungsventil

Ein Schnellentlüftungsventil garantiert ein schnelles Entlüften des Pneumatiksystems ohne Umwege über den normalen Rückleitungen zu gehen. So können z. B. Pneumatik-Zylinder schneller entlüftet werden und stehen für den nächsten Arbeitstakt zügiger bereit. Beim Arbeitshub strömt die Luft vom Versorgungsanschluss durch den Arbeitsanschluss in den Pneumatik-Zylinder. Beim Rückhub schaltet der Luftstrom das Ventil automatisch um und kann durch den Entlüftungsanschluss, der einen deutlich größeren Querschnitt aufweist, schnell ausströmen.

Logikventil

Ein Logikventil hat zwei Eingänge und einen Ausgang. Sie werden zur logischen Verschaltung mehrerer pneumatischer Signale und demnach zur Steuerung eingesetzt. Das Oder-Ventil, auch Wechselventil genannt, verbindet automatisch den Eingang, an dem der höhere Druck anliegt mit dem Ausgang. Der zweite Eingang wird automatisch gesperrt. Ein Und-Ventil, auch Zweidruckventil genannt, verschließt den Ausgang, wenn an einem der zwei Versorgungsanschlüsse kein Druck anliegt. Am Ausgang tritt nur Luft aus, wenn an beiden Anschlüssen der eingestellte Mindestdruck anliegt.